Frage Nachvollziehbar belegt

Fachwissen für digitale Entscheidungen

Was passiert bei Krankheit oder Urlaub im Projekt?

Kurzantwort

Das sollte vor Projektbeginn geklärt sein – auf beiden Seiten. Wirksam ist nicht eine Zusage, sondern der Aufbau: geteiltes Repository, dokumentierte Umgebung, automatisierte Tests und mindestens eine zweite Person mit Zugang. Damit ist ein Ausfall unangenehm statt bedrohlich.

Auf Dienstleisterseite

Was helfen sollte:

  • Mindestens eine weitere Person kennt das Projekt
  • Der Code liegt in einem geteilten Repository, nicht auf einem Rechner
  • Die Umgebung ist dokumentiert, nicht nur bekannt
  • Zugänge sind hinterlegt, nicht in einem Kopf

Was nicht hilft: Die Zusage, dass jemand einspringt, ohne dass diese Person je im Projekt war. Einarbeitung dauert – bei einem gewachsenen System Wochen.

Auf Ihrer Seite

Dasselbe gilt umgekehrt. Wenn die einzige Person, die fachlich entscheiden kann, drei Wochen ausfällt, steht das Projekt. Eine benannte Vertretung mit demselben Mandat verhindert das.

Dieser Punkt wird fast nie besprochen und trifft Projekte genauso häufig.

Was Sie vereinbaren können

  • Reaktionszeiten im Betrieb, unabhängig von einzelnen Personen
  • Eine Eskalationsstelle
  • Hinterlegung der Zugänge

Der Selbsttest

Wenn Ihre Ansprechperson beim Dienstleister morgen ausfällt – könnte jemand anderes weiterarbeiten? Wenn die ehrliche Antwort nein lautet, sollten Sie das ansprechen, bevor es eintritt.

Dasselbe gilt für Ihre eigene Seite.

Kernfakten

Wirksam
Geteiltes Repository, dokumentierte Umgebung, Tests
Fast nie besprochen
Die Vertretung auf Kundenseite

Quellen

Alle externen Angaben nachvollziehbar belegt.
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