Frage Nachvollziehbar belegt

Fachwissen für digitale Entscheidungen

Womit betreibt man ein Sprachmodell im eigenen Haus?

Kurzantwort

Für den Einstieg und einzelne Nutzer eignet sich Ollama – einfach einzurichten, läuft auch auf einem Arbeitsplatzrechner. Für den produktiven Mehrbenutzerbetrieb ist vLLM verbreitet, weil es Anfragen bündelt und dadurch deutlich mehr gleichzeitige Nutzer bedient. Beide bieten eine OpenAI-kompatible Schnittstelle.

Die zwei üblichen Wege

Ollama. Installation in Minuten, Modelle werden per Befehl geladen. Ideal zum Ausprobieren und für einzelne Nutzer. Bei vielen gleichzeitigen Anfragen stösst es an Grenzen.

vLLM. Für den Serverbetrieb gebaut. Bündelt Anfragen und nutzt den Grafikspeicher effizienter – dadurch deutlich höhere Durchsatzleistung. Aufwendiger einzurichten.

Warum die OpenAI-kompatible Schnittstelle wichtig ist

Beide stellen eine Schnittstelle bereit, die derjenigen kommerzieller Anbieter ähnelt. Damit lässt sich eine Anwendung ohne Umbau zwischen eigenem Server und Cloud umschalten – hilfreich beim Vergleich und als Rückfallweg.

Der übliche Weg

  1. Mit Ollama auf einem vorhandenen Rechner ausprobieren
  2. An echten Fällen messen, ob die Qualität genügt
  3. Erst dann entscheiden, ob sich ein Server lohnt
  4. Für den Produktivbetrieb auf vLLM oder eine gemietete Umgebung wechseln

Schritt 2 wird häufig übersprungen – und ist der wichtigste.

Was dazugehört

Ein Modellserver allein ist keine Anwendung. Es fehlen:

  • Rechteverwaltung
  • Protokollierung
  • Die Suche in eigenen Dokumenten
  • Eine Oberfläche

Diese Teile machen den grösseren Aufwand aus, nicht der Modellserver.

Kernfakten

Für den Einstieg
Ollama
Für den Mehrbenutzerbetrieb
vLLM
Grösserer Aufwand
Rechte, Protokolle, Dokumentensuche, Oberfläche

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