Fachwissen für digitale Entscheidungen
Wofür lässt sich Sprach-KI im Unternehmen einsetzen?
Kurzantwort
Was gut funktioniert
Transkription. Aufnahme in Text, mit Sprechertrennung. Auf Deutsch inzwischen zuverlässig, sofern die Aufnahmequalität stimmt.
Zusammenfassung von Besprechungen. Aus dem Transkript die Ergebnisse und Aufgaben herausziehen. Spart mehr Zeit als das Transkript selbst.
Diktat für Dokumentation. Besonders dort, wo Menschen unterwegs sind und nicht tippen können.
Was schwierig bleibt
- Mehrere Personen, die gleichzeitig sprechen
- Starker Dialekt
- Fachbegriffe und Eigennamen ohne vorherige Hinterlegung
- Schlechte Telefonqualität
- Hintergrundgeräusche in Werkstatt oder Baustelle
Automatische Telefonassistenten
Technisch möglich, in der Praxis heikel: Anrufende erwarten meist einen Menschen, und eine Fehlerkennung ärgert mehr als ein Menü mit Tasten. Sinnvoll allenfalls für einfache, klar abgegrenzte Fälle.
Rechtlicher Rahmen
Gesprächsaufzeichnung ist ohne Einwilligung aller Beteiligten unzulässig und im geschäftlichen Bereich zusätzlich strafrechtlich relevant (§ 201 StGB). Ein Hinweis in der Ansage ist keine Einwilligung, wenn keine echte Wahl besteht.
Bei Besprechungen brauchen alle Teilnehmenden vorab die Möglichkeit, zu widersprechen. Wo ein Betriebsrat besteht, ist die Einführung mitbestimmungspflichtig.
Praktischer Rat
Beginnen Sie mit der Zusammenfassung eigener Besprechungen. Dort ist die Einwilligung überschaubar zu organisieren und der Nutzen sofort sichtbar.
Kernfakten
- Zuverlässig
- Transkription und Zusammenfassung
- Heikel
- Automatische Telefonassistenten
- Rechtlich
- Aufzeichnung nur mit Einwilligung aller (§ 201 StGB)
Quellen
Alle externen Angaben nachvollziehbar belegt.-
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Strafgesetzbuch (StGB) Bundesministerium der Justiz