Fachwissen für digitale Entscheidungen
Wie wählt man einen Softwaredienstleister aus?
Kurzantwort
Vier aussagekräftige Prüfsteine
1. Referenzen zum Anrufen
Nicht Logos auf einer Website. Fragen Sie, ob Sie mit einem Kunden sprechen dürfen – und fragen Sie diesen, was nicht gut lief. Jedes echte Projekt hat solche Stellen. Wer keine nennen kann, war nicht dabei.
2. Ein Angebot mit Abgrenzung
Ein gutes Angebot sagt, was nicht enthalten ist. Fehlt dieser Teil, wird die Abgrenzung später zum Streitpunkt.
3. Betriebskosten nach dem Start
Was kostet das System im zweiten Jahr? Wer darauf keine Antwort hat, hat den Betrieb nicht mitgedacht – und Sie zahlen ihn später als Notfall.
4. Die Bereitschaft, abzuraten
Der beste Prüfstein. Ein Dienstleister, der bei jedem Vorhaben begeistert ist, verkauft. Einer, der sagt „dafür gibt es ein Produkt, das reicht Ihnen", denkt mit.
Warnzeichen
- Festpreis, bevor jemand die Abläufe kennt
- Kein Zugang zum Repository während des Projekts
- Nur eine Person kennt das Projekt
- Die Frage nach Betriebs- und Wartungskosten wird ausgewichen
- Sehr kurze Reaktionszeiten werden ohne Nachfrage nach Ihren Anforderungen zugesagt
Was Sie selbst beitragen müssen
Auch die beste Auswahl rettet ein Projekt nicht, in dem niemand entscheidet. Bevor Sie einen Dienstleister suchen, klären Sie: Wer ist bei uns verantwortlich, und wie viel Zeit hat diese Person dafür?
Die ehrliche Antwort auf diese Frage sagt mehr über den Projekterfolg voraus als jedes Angebot.
Kernfakten
- Bester Prüfstein
- Rät der Dienstleister auch mal ab?
- Im Angebot prüfen
- Steht drin, was NICHT enthalten ist?
- Vor der Suche klären
- Wer ist bei uns verantwortlich, mit wie viel Zeit?