Frage Nachvollziehbar belegt

Fachwissen für digitale Entscheidungen

Wie läuft eine Anforderungsanalyse ab?

Kurzantwort

In der Regel in zwei bis drei Terminen: zuschauen, wie heute gearbeitet wird; den Ablauf gemeinsam aufzeichnen; die Sonderfälle durchgehen. Ergebnis ist eine Beschreibung, aus der sich ein belastbarer Aufwand ableiten lässt. Der Wert steckt nicht im Dokument, sondern in den Fragen, die dabei zum ersten Mal gestellt werden.

Der Ablauf

Termin 1 – Beobachten. Eine Person aus dem Fachbereich zeigt, wie sie heute arbeitet. Nicht erzählen, sondern vormachen. Dabei fallen Schritte auf, die niemand erwähnt hätte, weil sie selbstverständlich sind.

Termin 2 – Zeichnen. Der Ablauf wird gemeinsam aufgemalt: Wer macht was, womit, in welcher Reihenfolge, was geht wohin. Widersprüche zwischen Abteilungen zeigen sich hier zum ersten Mal.

Termin 3 – Sonderfälle. Was passiert bei Storno, Teillieferung, Reklamation, Rückgabe, fehlender Steuernummer? Hier entstehen die Kosten – und hier entscheidet sich, ob eine Schätzung hält.

Was am Ende steht

Eine Beschreibung der Abläufe, eine Liste der betroffenen Systeme, ein Mengengerüst und eine Aufwandsschätzung mit Bandbreite.

Warum das kein verlorenes Geld ist

Das Ergebnis gehört Ihnen. Sie können damit auch andere Angebote einholen – und zwar vergleichbare, weil alle vom selben Umfang ausgehen. Ohne diese Grundlage vergleichen Sie Preise für unterschiedliche Leistungen.

Kernfakten

Umfang
Meist zwei bis drei Termine
Wichtigster Teil
Die Sonderfälle, nicht der Normalfall

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