Fachwissen für digitale Entscheidungen
Make or Buy: Wie entscheidet man richtig?
Kurzantwort
Der Entscheidungsbaum
1. Unterscheidet uns dieser Prozess vom Wettbewerb? Nein → kaufen. Ihre Buchhaltung muss nicht besser sein als die anderer.
2. Gibt es ein Produkt, das mindestens 80 Prozent abdeckt? Nein → bauen.
3. Können wir mit den fehlenden 20 Prozent leben? Ja → kaufen und anpassen. Nein → bauen, oder kaufen und die Lücke ergänzen.
Die vierte Möglichkeit, die oft übersehen wird
Kaufen und ergänzen. Standardprodukt als Basis, eigene Module über dessen Schnittstellen für die zwei oder drei Stellen, an denen es wirklich darauf ankommt. Häufig die wirtschaftlichste Lösung – und die, die am seltensten geprüft wird, weil sie in keine der beiden Schubladen passt.
Was die Entscheidung verfälscht
Der Reiz des Neuen. Etwas zu bauen ist interessanter als etwas zu kaufen. Das ist ein schlechter Entscheidungsgrund.
Die Angst vor Abhängigkeit. Auch eigene Software macht abhängig – vom Dienstleister oder vom eigenen Team.
Ein einzelnes fehlendes Feature. Ein Produkt wegen einer fehlenden Funktion abzulehnen und stattdessen alles selbst zu bauen, ist fast nie gerechtfertigt.
Wie wir damit umgehen
Wir sagen ab, wenn ein Produkt die bessere Wahl ist. Ein Projekt, das ein bestehendes Werkzeug schlechter nachbaut, nützt niemandem.
Kernfakten
- Erste Frage
- Unterscheidet uns dieser Prozess?
- Oft übersehen
- Kaufen und gezielt ergänzen