Fachwissen für digitale Entscheidungen
Was ist Peppol?
Kurzantwort
Das Prinzip
Peppol arbeitet nach dem sogenannten Vier-Ecken-Modell:
- Der Absender übergibt die Rechnung seinem Zugangspunkt
- Dieser Zugangspunkt leitet sie an den Zugangspunkt des Empfängers weiter
- Der Empfänger holt sie dort ab
Beide Seiten brauchen nur eine Anbindung – an ihren eigenen Zugangspunkt. Jeder Teilnehmer ist über eine eindeutige Peppol-ID adressierbar.
Warum das nützlich ist
Ohne ein solches Netzwerk müsste für jeden Geschäftspartner eine eigene Verbindung eingerichtet werden. Bei zwanzig Partnern sind das zwanzig Absprachen, zwanzig Formate, zwanzig Fehlerquellen.
Peppol BIS Billing 3.0
Das im Netzwerk verwendete Rechnungsformat. Es beruht auf derselben europäischen Norm EN 16931 wie XRechnung – die Formate sind also verwandt und ineinander überführbar.
Wo Peppol eine Rolle spielt
- Grenzüberschreitend in Europa, besonders in Skandinavien, den Niederlanden und Belgien, wo es weit verbreitet ist
- In der Schweiz ist es der übliche Weg für den elektronischen Rechnungsaustausch zwischen Unternehmen
- In Deutschland teilweise im Behördenverkehr; im B2B-Bereich ist der Versand per E-Mail bislang häufiger
Braucht man es?
Für rein inländische Rechnungen an wenige Partner nicht zwingend – E-Mail mit XRechnung oder ZUGFeRD erfüllt die Pflicht ebenso. Interessant wird Peppol bei vielen Partnern, bei Geschäft im europäischen Ausland oder wenn ein grosser Kunde es verlangt.
Kernfakten
- Prinzip
- Vier-Ecken-Modell über Zugangspunkte
- Format
- Peppol BIS Billing 3.0, beruht auf EN 16931
- Pflicht?
- Nein – E-Mail mit XRechnung oder ZUGFeRD genügt ebenso
Quellen
Alle externen Angaben nachvollziehbar belegt.-
01
Fragen und Antworten zur obligatorischen E-Rechnung ab 1. Januar 2025 Bundesministerium der Finanzen
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02
§ 14 UStG – Ausstellung von Rechnungen Bundesministerium der Justiz