Frage Nachvollziehbar belegt

Fachwissen für digitale Entscheidungen

Was ist eine Vertriebspipeline?

Kurzantwort

Eine Pipeline bildet den Weg vom ersten Kontakt bis zum Auftrag in festen Stufen ab – etwa Anfrage, Qualifiziert, Angebot, Verhandlung, Gewonnen. Jede Vertriebschance steht in genau einer Stufe. Damit wird sichtbar, wie viel Geschäft in Arbeit ist und wo es hängen bleibt.

Wozu die Stufen dienen

Ohne Pipeline lautet die Antwort auf „wie läuft der Vertrieb?" – „ganz gut". Mit Pipeline: „18 Chancen, davon 6 im Angebot, Gesamtwert 240.000 Euro, Durchschnittsalter 34 Tage."

Der Nutzen liegt nicht in der Zahl, sondern in dem, was auffällt: Wenn zwölf Chancen seit Wochen in derselben Stufe stehen, gibt es dort ein Problem.

Wie man Stufen richtig definiert

Nach überprüfbaren Ereignissen, nicht nach Gefühl:

Schlecht Gut
Interesse Bedarf und Budget bestätigt
Läuft gut Angebot versendet
Fast sicher Mündliche Zusage, Vertrag in Prüfung

Der Wechsel in die nächste Stufe muss an etwas festgemacht werden, das passiert ist – sonst wandern Chancen nach Optimismus statt nach Fortschritt.

Wie viele Stufen

Vier bis sechs. Mehr wird nicht gepflegt, weniger sagt nichts aus.

Die zwei nützlichsten Kennzahlen

Verweildauer je Stufe. Wo bleibt es liegen?

Übergangsquote. Von zehn Angeboten werden wie viele Aufträge? Diese Zahl macht Planung überhaupt erst möglich.

Der häufigste Fehler

Verlorene Chancen löschen. Genau sie enthalten die wertvollste Information: warum. Ohne Verlustgrund lässt sich nichts verbessern.

Kernfakten

Anzahl Stufen
Vier bis sechs
Stufenwechsel
An überprüfbare Ereignisse knüpfen
Nie löschen
Verlorene Chancen samt Grund

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