Fachwissen für digitale Entscheidungen
Wie hält man die Datenqualität im CRM dauerhaft hoch?
Kurzantwort
Die drei Hebel
Wenige Pflichtfelder. Jedes zusätzliche Pflichtfeld erzeugt Platzhaltereinträge. Drei gut gefüllte Felder sind mehr wert als zwölf mit „xxx".
Prüfung bei der Eingabe. Formate für Telefon und E-Mail, Dublettenwarnung, Auswahllisten statt Freitext bei allem, was ausgewertet werden soll.
Eine zuständige Person. Nicht Vollzeit – aber jemand, der entscheidet, wie etwas erfasst wird, und regelmässig hineinschaut.
Was von selbst verfällt
| Datenart | Veraltet etwa |
|---|---|
| Ansprechpartner | 20–30 % pro Jahr |
| Telefonnummern | langsamer, aber stetig |
| Firmendaten | bei jeder Umfirmierung |
Diese Zahlen schwanken je Branche stark – der Punkt ist: Nichtstun ist keine neutrale Option.
Was regelmässig laufen sollte
- Monatlich: Dublettensuche mit Vorlage zur Prüfung
- Quartalsweise: Kontakte ohne Aktivität sichten
- Jährlich: Auswahllisten aufräumen, ungenutzte Felder entfernen
Der Trick mit dem Anlass
Datenpflege als eigene Aufgabe wird verschoben. Datenpflege beim Anlass funktioniert: Wer einen Kunden anruft, bestätigt nebenbei Anschrift und Ansprechpartner. Ein kleiner Hinweis im System, wenn ein Datensatz lange nicht bestätigt wurde, wirkt mehr als jede Aufräumaktion.
Woran man schlechte Datenqualität erkennt
Wenn jemand vor einer Auswertung sagt: „Aber da sind noch viele alte Sachen drin." Ab diesem Satz wird keiner Zahl mehr geglaubt – und das System verliert seinen Zweck.
Kernfakten
- Drei Hebel
- Wenige Pflichtfelder, Eingabeprüfung, Zuständigkeit
- Wirksamster Trick
- Pflege beim Anlass statt als eigene Aufgabe